Die Treffen der BUND-Ortsgrupppe Neu Wulmstorf finden an jedem 2. Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr in der Caféteria des Familienzentrums, Ernst-Moritz-Arndt-Str. 14, statt.

Die BUND-Ortsgruppe ist unter der Email-Adresse [email protected] zu erreichen.

Aktuelle Informationen:

Am Samstag, den 18. April haben wir bei gutem Wetter mit fleißigen Helfern in der Rosengartenstraße die Amphibienschutzzäune wieder abgebaut. Anschließend gab es noch leckere Suppe und Kuchen zur Stärkung. Vielen Dank an das "Küchenteam"! 

Ein Bericht über das Sammelergebnis folgt an dieser Stelle nach Auswertung der Zahlen.

Das fleißige Team:

Foto: BUND Ortsgruppe Neu Wulmstorf


Unser nächstes Treffen: Mittwoch, 10. Juni, 19.30 Uhr, Kursraum Familienzentrum, Ernst-Moritz-Arndt-Str. 14    

Lernen Sie uns kennen - Gäste sind herzlich willkommen!


Die BUND-Ortsgruppe informiert:


Alle Vögel sind schon da!  Sind alle Vögel wirklich bei uns Zuhause?

Das Kinderlied kennt jeder, aber wie sieht es wirklich aus? Die Vögel singen den Frühling herbei sagt man. Vogelgesang ist neben den Frühlingsblühern und den ersten sonnigen Tagen für alle von uns ein schönes Zeichen, daß die dunkle Jahreszeit vorbei ist. Unsere Natur steht jedoch immer mehr unter einem gnadenlosen Kampf: immer weniger echte Natur, immer mehr versiegelte Flächen und „aufgeräumte“ Gärten. Vögel sind immer die auffälligsten Lebewesen, die unsere Gärten bewohnen. Aber ohne einen natürlichen Lebensraum können sie, trotz aller Bemühungen, nicht dauerhaft überleben. Spatzen kennt jeder, aber in einem naturnahen Umfeld leben so viel verschiedene Vogelarten. Und diese wiederum können nicht nur durch ein paar Meisen Knödel im Winter oder ein paar Nistkästen in unseren Gärten existieren.

Vögel, gemeint sind hier ausdrücklich die verschiedensten Arten, nicht nur wenige Generalisten wie die (trotz allem gefährdeten) Sperlinge, sind ein wesentlicher Indikator für ein gesundes ökologisches System.

Ein geeigneter Lebensraum ist unbedingt notwendig. Das bedeutet aber auch ein mannigfaltiges Umfeld: Böden und Pflanzen, also Nahrung und Nistmöglichkeiten, Deckung und Schutz vor Feinden und die die Nahrungsgrundlage um die Jungen aufzuziehen. Dieses komplexe Zusammenspiel aus Boden, Pflanzen und Insekten, schaffen Ökosysteme, indem unsere Vögel zwar das sichtbarste Glied, aber nur ein Teil des lebensnotwendigen Ganzen sind.

Neben den bekannten wie Wälder, Felder, Wiesen oder die Moore, sind gerade bei uns in Neu Wulmstorf die Gärten, ein wertvolles Ökosystem. Wir als Gartenbesitzer, und damit als Verantwortliche, können hier ansetzen, um mit wenigen Mitteln und kleinen Schritten etwas für den Naturschutz und die Artenvielfalt zu erreichen.

Daher sollten wir darüber nachdenken, wie wir die kleinen Flächen, die wir unter Kontrolle haben, entsprechend gestalten können. Schottergärten und Plastikzäune vermeiden, stattdessen einheimische Büsche und bienenfreundliche Blühpflanzen setzen, wilde Ecken, keine Chemie, oder einfach wachsen lassen. Viele kleine Dinge können viel bewirken. Vielleicht ja auch zusammen mit unseren Nachbarn koordiniert?

Hierzu gibt neben den informativen Links (BUND, NABU), gerade hier bei uns in Neu Wulmstorf kompetente Ansprechpartner wie das Klimaforum und selbstverständlich die Ortsgruppe des BUND Neu Wulmstorf.

Ob Biotoppflege, Amphibienschutz, Kindergruppenaktivitäten oder aktiver Naturschutz: Machen Sie mit in der Ortsgruppe des BUND hier in Neu Wulmstorf!

 

Verfasser: Jochen Kalbitz, für die BUND Ortsgruppe Neu Wulmstorf


Amphibienschutz, auch im Winter?

Es ist kalt, dunkel und nass. Unsere Kröten, Frösche und Lurche sind noch in Winterruhe. In Teichen, Erdhöhlen oder in Laubhaufen verbringen sie in Kältestarre den Winter. Doch kaum steigen die Temperaturen, lässt der Frost nach und setzt erster Vorfrühlingsregen ein, erwachen sie und streben zu Ihren Laichgewässern. 

Sie müssen dabei, hüpfend, krabbelnd und kriechend, unsere Straßen überqueren. Tausende und abertausende der gefährdeten und für unsere Ökosysteme so wichtigen Tiere, werden dabei durch den Verkehr getötet.

Um das zu verhindern, werden an vielbefahrenen Straßen Amphibienschutzzäune aufgestellt, die unsere Amphibien wirksam vor dem Tod durch den Autoverkehr auf dem Weg zu Ihren Laichgewässern schützen.  

An der Rosengartenstraße und an der B 3 Richtung Elstorf werden diese Begrenzungen jedes Jahr aufs Neue durch viele engagierte Helfer des BUND aufgebaut, um den Amphibien eine Chance zu bieten, ihre Laichgewässer zu erreichen und erfolgreich die nächsten Generationen zu sichern.

Wann ist mit den ersten Wanderungen zu rechnen? Der Aufbau wird gründlich durch die Ortsgruppe des BUND geplant. Wettervorhersagen, Temperatur und Niederschlagsmenge werden analysiert, Notwendig sind auch Kenntnisse der vorkommenden Arten und der in Frage kommenden Laichgewässer. Bei dem folgenden Arbeitseinsatz werden die Zäune und Eimer sorgfältig aufgebaut, um den Amphibien den Weg über die vielbefahrenen Straßen zu verwehren. Keine leichte Arbeit. 

Das Entscheidende sind allerdings die vielen freiwilligen Helfer: denn die Eimer in die die Amphibien an ihrer Wanderung entlang des Zaunes hineinfallen, müssen regelmäßig, morgens und abends geleert, die Tiere sicher über die Straße getragen werden, um auf der anderen Straßenseite ungestört Ihren Laichgewässern entgegenstreben zu können.  Jedes Tier wird bestimmt und zusammen mit allen wichtigen Daten dokumentiert. Zwischen Februar und April werden hierzu ab 06:00 morgens und bis 22:00 abends die Eimer kontrolliert. Vielen Arten, die auf der roten Liste stehen und vom Aussterben bedroht sind, weil auch die Ökosysteme in unserer Gemeinde immer stärker zerstört werden, haben so die Chance, das Überleben Ihrer Art zu sichern Zwischen 1.200 und 2700 Tiere, verschiedene Krötenarten, Frösche und Lurche werden so jedes Jahr gesammelt. Leider nimmt die Anzahl immer mehr ab, manche Arten scheinen ganz zu verschwinden. 

Ob Biotoppflege, Amphibienschutz, Kindergruppenaktivitäten oder aktiver Naturschutz: Machen Sie mit!

E-Mail : [email protected]

Website : www.bund-neu-wulmstorf.de

Verfasser: Jochen Kalbitz, für die BUND-Ortsgruppe Neu Wulmstorf


Vögel füttern im Winter

Nass und kalt hält der Winter endgültig Einzug bei uns. Auch wenn es kaum noch Schnee gibt, beginnt für unsere heimischen Vögel die schwerste Jahreszeit. Die Lebensbedingungen für unsere gefiederten Freunde werden leider immer schwieriger. Das Füttern der Vögel im Winter ist daher mittlerweile absolut notwendig.  Sicherlich gibt es, auch unter Experten, unterschiedliche Empfehlungen, was oder wie lange gefüttert werden soll. Aber es steht zweifelsohne fest, dass die Winterfütterung für unsere Vogelwelt eine wichtige Hilfe ist, um den immer schwieriger werdenden ökologischen Bedingungen in unserer Kulturlandschaft standzuhalten.

Wie sollte man aber richtig füttern? Über dieses Thema gibt es zahlreiche Bücher und auch im Internet findet man hierzu eine Fülle von sehr fundierten Informationen. Es sei nur u. a auf die Webseiten des BUND oder des NABU verwiesen. 

Grundsätzlich gibt es aber einige Dinge, die man beachten sollte, wenn man mit der Fütterung, ob im Garten oder auf dem Fensterbrett, beginnen will:

  • keine Meisenknödel im Plastiknetz verwenden,
  • die Futterstelle sollte immer sauber gehalten werden
  • auch im Winter ist etwas Wasser aus der Vogeltränke notwendig.
  • vor allem aber sollte nur qualitativ hochwertiges Futter angeboten werden.

Eine verlässliche Quelle für Informationen rund um die Winterfütterung und natürlich auch bestes Vogelfutter ist auch in diesem Jahr der Stand der BUND-Ortsgruppe Neu Wulmstorf. Am dritten Advent, dem 17.12, ab 12:00 freuen wir uns auf Ihren Besuch an unserem Stand auf dem Weihnachtsmarkt „Rund um die Lutherkirche“. Nahrhafte Futtermischungen, liebevoll von unseren BUND-Mitgliedern in allerlei Gefäßen abgefüllt, können neben anderen nützlichen Kleinigkeiten dort günstig erworben werden


Der Ausverkauf der Natur in Neu Wulmstorf

Die Ortsgruppe des BUND Neu Wulmstorf betreut einige wichtige Biotope. Kleine Flächen, die ein Refugium für viele seltene Tiere und Pflanzen bieten, die sonst in unserer Gemeinde nur geringe Überlebenschancen hätten. Verschiedene Amphibien, kleine Säugetiere und viele Singvögel. Es handelt sich um kleine Inseln, meist nur wenige Hundert Quadratmeter groß. 

 

Gleichzeitig werden in unserer Gemeinde und in angrenzenden Gebieten (z. B. Fischbeker Reethen) riesige Naturflächen überplant, bebaut und damit unwiederbringlich zerstört.

 

All diese Baumaßnahmen dienen bestimmten Zwecken: Wohnraum zu schaffen, die Bauwirtschaft zu stützen, Steuereinnahmen zu generieren oder zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. 

 

Ja, meistens! 

 

Wie viele Baumaßnahmen kann die Natur in Neu Wulmstorf noch verkraften?

 

Die Logistikhallen nördlich der Bahn, Wohnbebauung im Bereich Apfelgarten und die Rodung und Abtragung des Kirchbergs führten zur Zerstörung von unbebauten Naturflächen.  Die geplanten B3neu-Bauabschnitte 2 und 3 werden ebenfalls Naturflächen in noch weit größerem Ausmaß zerstören. Diesen Planungen wird, wie schon am Kirchberg, intakter Wald zum Opfer fallen. 

 

Was kommt noch auf uns zu? Es gibt aktuell Überlegungen für einen Windpark Rosengarten, mitten im Landschaftsschutzgebiet mit gigantischen Windrädern, denen weiterer Wald zum Opfer fallen wird. 

 

Laut Gesetz müssen für jede Überbauung Ausgleichsflächen ausgewiesen werden, in denen möglichst gleiche Strukturen neu geschaffen werden. Hier wäre es einmal interessant zu sehen, wo diese liegen und wie sie gestaltet wurden. Das Ausgleichskataster ist in jeder Gemeinde einsehbar. 

 

Es werden für jeden gefällten Baum von der Gemeinde neue gepflanzt, aber wie viele kleine Bäume müssen gepflanzt werden, um eine viele hundert Jahre alte mächtige Eiche zu ersetzen?

 

Eine langfristige, übergeordnete Infrastrukturplanung in unserer Gemeinde, die die Natur und unsere Ökosysteme als Ganzes im Blick hat, ist dringend notwendig. 

 

Wie gut wäre es, wenn alle in unserer Gemeinde gemeinsam an einem grundlegenden Konzept arbeiten könnten, um unsere wunderschöne Natur zu erhalten: unsere Gemeinde, die untere Naturschutzbehörde, Umweltverbände und natürlich wir als Bürger unserer Gemeinde. 

 

Ob Biotoppflege, Amphibienschutz oder Kindergruppenaktivitäten: Machen Sie mit in der Ortsgruppe des BUND hier in Neu Wulmstorf!

Verfasser: Jochen Kalbitz, für die BUND Ortsgruppe Neu Wulmstorf